Archiv der Kategorie: Mac OS X

Automator-Dienste: Neue Datei mit markiertem Text als Inhalt erstellen

Es handelt sich um zwei Mac OS X Dienste, mit denen man über das Kontext-Menü (Rechtsklick) eine Datei mit dem aktuell markierten Text (z.B. im Browser oder Texteditor) als Inhalt am Desktop oder dem aktuell geöffneten Ort im Finder erstellen kann. Für die Windows-Switcher, die es gewohnt sind so neue Dateien zu erstellen, vielleicht eine gute Alternative, aber auch für alte Hasen praktisch. Die Datei wird übrigens sogleich in dem dafür festgelegten Texteditor geöffnet.

New File from Selection:

sc1Diesen Dienst kann man mit dem Automator ganz ohne Scripting-Kenntnisse erstellen (oder herunterladen ;-)), einfach die abgebildeten Aktionen benutzen. Nachteil ist hierbei, dass nur ein bestimmter Ordner (z.B. der Desktop) verwendet werden kann. Vorsicht: Das Skript funktioniert natürlich nicht, wenn die Datei schon existiert und die Option „Dateien überschreiben/ersetzen“ nicht aktiviert ist. Wenn die Option gesetzt ist, muss man natürlich aufpassen, dass nicht alte Dateien überschrieben werden, die man evlt. noch braucht, also besser vorher umbenennen.

Download

New File in current Folder:

sc2

Der zweite Dienst benutzt ein Skript, das die Datei mit dem markiertem Text im aktuell geöffneten Finderfenster erzeugt. Wenn kein Finderfenster geöffnet ist, wird der Desktop benutzt. Auch hier gilt Vorsicht, wenn die Datei schon existiert, wird der Inhalt gnadenlos überschrieben.

Download

Installation: Da es sich bei beiden Skripten um Automator-Dienste handelt, müssen sie unter Mountain Lion nur entpackt und dann per Doppelklick geöffnet werden, es wird dann automatisch angeboten, dass sie installiert werden. Wenn das geschehen ist, sind sie über das Kontext-Menü zugänglich (natürlich nur wenn in einer Anwendung auch Text markiert wurde).

 

sc3

 

 

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Exposé: Application Windows

Viele Nutzer der Exposé und Spaces Funktionen haben sich beim Umstieg von Snow Leopard auf Lion nicht ganz wohl gefühlt, da beides in Mission Control vereint wurde. Die Funktion „Programmfenster“ (Application Windows) gibt es allerdings immer noch und ist so nützlich wie noch nie zuvor.

In den Mission Control Einstellungen kann zunächst festgelegt werden, wie man sie aufrufen möchte (Tastenkombi oder Maus). Die Funktion wird auf die sichtbaren Fenster der aktiven App angewendet, die zunächst übersichtlich auf dem Bildschirm angezeigt werden und man sich daraufhin für sein gewünschtes Fenster entscheiden kann, das in den Vordergrund soll.

Jetzt das eigentlich Tolle (als Verfechter von 2-Tasten-Mäusen mit Scrollrad, wird man das besonders schön finden): Es gibt eine versteckte Einstellung (Befehl im Terminal eingeben), die es ermöglicht, beim „Hochscrollen“ auf dem jeweiligen Dock-Icon die Funktion Application Windows zu starten.

defaults write com.apple.dock scroll-to-open -bool TRUE; killall Dock

Das Schöne dabei ist, dass es nicht nur für laufende Apps funktioniert, sondern für alle Apps, die sich im Dock befinden. Das noch Schönere daran ist, dass dabei alle kürzlich verwendeten Dokumente des Programmes angezeigt werden. Wenn es in dieser Ansicht zu viele Dokumente sind, kann wiederum durch Scrollen hin- und herverschoben werden.

Der Workflow besteht also aus: Hochscrollen auf das Dock-Icon, eines der zuletzt benutzen Dokumente auswählen – fertig. Keine Notwendigkeit mehr im Finder nach Dateien zu suchen oder ein Programm vor der Auswahl der Dokumente zu starten.

Ein Bild dazu (mit kürzlich verwendeten TextMate Dateien):

Screen Shot 2013-04-17 at 10.11.49

Killer-Feature: Suche im Menü

Ein Feature, das ich in anderen Systemen immer wieder vermisse, ist die Menüpunkt-Suche von Mac OS X. In so gut wie jedem Programm kann im Menü Hilfe per Suchwort ein unauffindbarer Menüpunkt sehr einfach erreicht werden. Gerade, wenn man in großen Programmen wie Entwicklungsumgebungen mit vielen Menüs unterwegs ist, stellt das eine wahre Zeitersparnis dar, insbesondere wenn man sich noch nicht so gut darin auskennt. Ein Kritikpunkt bleibt für mich aber in Xcode, dass besonders Aktionen wie Kommentieren oder Shiften, die man relativ häufig benutzt, besonders schlecht zu erreichen sind (und auch die Shortcuts meiner Meinung nach nicht wirklich intutiv sind). Für die ersten Male wird die Suche benutzt, dann der Shortcut geändert. 🙂

Ein Bild dazu:

Update: Gründe, sich einen Mac zu kaufen…

Dies ist kein „Windows ist doof“ Post, er zählt lediglich Features von Mac OS X und der zugehörigen Hardware auf. Dazu gehören:
  • Dateisystem: HFS+ statt NTFS: Keine Defragmentierung notwendig.
  • Firmware Schnittstelle: EFI statt BIOS
  • Mehrsprachigkeit: Sprache umstellen per Klick, nicht per Installation.
  • Unix Unterbau: Shell, Kommandos, Rechte alá Unix
  • Sicherheit: Keine Viren unter Mac OS X (betrifft nicht: Trojaner, Rootkits).
  • Aqua: Die Oberfläche von Mac OS X, einfach und trotzdem herrlich anzusehen.
  • Eine Menüleiste für alles.
  • Time Machine: Es gibt keine einfachere Möglichkeit, Backups zu erstellen.
  • Safari: Schneller Browser mit praktischen Extensions (Ad-Blocker etc.).
  • Drag & Drop: Nahezu jedes Programm unterstützt Drag & Drop Funktionen.
  • AppleScript & Automator: Automatisierung von Arbeitsabläufen leicht gemacht. Einbindung ins Kontext-Menü, Ordneraktionen, eigene Applikationen.
  • Preview: Nur ein Programm als „Viewer“ (für PDFs, Bilder, …), kein Adobe Reader notwendig.
  • Mitgelieferte Software in den Bereichen:
    • Musik (iTunes, GarageBand)
    • Fotos & Filme (iPhoto, iMovie)
    • Email & Chat
    • Kontakte, Kalender, Erinnerungen
    • Schlüsselbundverwaltung (speichert Passwörter)
    • Entwicklungsumgebung für Mac OS X und iOS
  • Homogenität: Alle Programme arbeiten miteinander.
    • Kontakte in Chat, Mail oder Programmen von Drittanbietern.
    • Multimediainhalte in Dokumenten und Präsentationen
  • Exposé und Mission Control: Die Fensterverwaltung in Mac OS X.
  • Tastaturkurzbefehle: Nahezu alles lässt sich mit Shortcuts belegen, jeder Menüeintrag oder auch eigene Skripte.
  • Programme & App Store: Es gibt eine Vielzahl an meist kostenlosen Programme mit tollem Design und für fast jeden Zweck:
    • Adium
    • Alfred
    • Bowtie
    • ClipMenu
  • Und dazu: Die Hardware. Das Design. Die Fehler. System und Hardware sind gut aufeinander abgestimmt. Hardwarefehler können aber trotzdem überall auftreten, da ist Apple keine Ausnahme. Die Statistik spricht trotzdem für Apple.

Anmerkung: Das Einzige, was man vermissen könnte, ist ein Office-Paket und (für Programmierer) einen schlanken Editor. Es empfehlen sich iWork und Textmate, der seit kurzem OpenSource ist.

Mehr Informationen zu den einzelnen Stichworten gibt es natürlich auf der Apple Homepage oder einfach einen großen Suchanbieter fragen.

Update: Die ultimativen Mac Apps!

… oder meine Antwort auf die Frage: „Welche Apps sollten auf keinem Mac fehlen?“- die 1.000.000ste.

Produktivität:

  • 1Password – Verwaltet alle Passwörter und Logins – fantastisch!
  • Alfred Programmstarter & Vieles mehr!
  • ClipMenu – Die bessere Zwischenablage.
  • Cloud – Komfortables Datei-Sharing, insbesondere für Bilder.
  • Dropbox – Datei-Sharing für größere Dateien.
  • Forklift – Finder-Ersatz mit vielen Funktionen (Sync, FTP, etc.)
  • Moom – Der Fenstermanager schlechthin.
Internet:
  • Adium – Der wohl schon zum Standard gewordene Chat-Client für Macs.
  • Cocoa Cookies – Cookie-Verwaltung für lau.
  • Gruml – RSS-Reader mit Google-Sync.
Medien:
  • EyeTV – Das Programm zum Aufnehmen von Fernsehsendungen, die passende Hardware wird natürlich dazu benötigt.
  • DVD Hunter – Filme verwalten auf die einfache Art.
  • Mediathek – Mediatheken von ARD, ZDF usw. abspielen und downloaden. Entwicklung wurde eingestellt.
  • MPEG Streamclip – Codieren von Filmen.
  • TV-Browser – Digitale Fernsehzeitschrift.
Schreiben:
  • iWork – Das fehlende Office-Paket.
  • nvALT –  Notizverwaltung mit Simplenote Sync.
  • texmaker – TeX-IDE.
  • TextMate – Fehlender Texteditor unter Mac OS X. Seit kurzem OpenSource.
System:
  • AppCleaner – Komplettes Entfernen von Programmen.
  • Archiver – Entpacker-Tool.
  • DiskWave – Zeigt die Festplattenbelegung an, ohne grafischen Schnick-Schnack.
  • iTerm – Terminal-Ersatz (neue Version – iTerm 2!).
Standard-Apps:
  • iTunes & iPhoto – Für Hobby-Musik- & Fotosammler vollkommen ausreichend.
  • Mac App Store – Das Tor zu den Apps!
  • Mail
  • Safari – Schießt Füchse ab und zerstört Zeitmaschinen.
  • Time Machine – Backups so einfach – Wie konnte man früher nur ohne leben?

Textersetzung für Shortcuts

Jemand, der viel in Foren unterwegs ist oder bloggt, muss nicht selten Tastaturkurzbefehle und somit Sondertasten einer Mac-Tastatur aufs digitale Papier bringen. Dabei ist es praktisch, wenn man sich die wichtigsten Tasten in der System-eigenen Textersetzung definiert (zu finden in den Systemeinstellungen → Sprache und Text → Text). Jetzt kann man ein Wort schreiben, das sogleich durch das entsprechende Symbol ersetzt wird. Dies kann beispielsweise so aussehen:

Auf deutschsprachigen Seiten funktioniert es mit der Ersetzung, die auf dem Bild zu sehen ist, besonders schön, da die englischen Bezeichnungen, relativ selten vorkommen. Die Befehle können aber natürlich nach Belieben angepasst werden. Um die Symbole finden zu können, muss man die Zeichenpalette einblenden, die im „Bearbeiten“-Menü vieler Programme zu finden ist (ganz unten). Darin sollte man dann bei den Pfeilen oder den technischen Symbolen suchen, um alle Symbole für die Tasten finden zu können.

UPDATE: Eine Möglichkeit ist z.B. den zu ersetzenden Text mit doppelten Buchstaben beginnen zu lassen, also „ooption“, da Wörter wie Option oder Enter auch im Deutschen ab und an vorkommen können.

Ohne die Tastaturbelegung zu kennen oder die Zeichenpalette öffnen zu müssen, lässt sich dann besonders schnell so etwas schreiben:

Bitte drücke ⏎ ⏏ ⌘ ⌃ ⇪ ⇥ ⌅ →, wenn dir FB nicht gefällt.

Tastenkürzel leicht gemacht

Eine der Stärken von Mac OS X ist, dass man für nahezu jeden Befehl, der sich in einem Menü eines Programms befindet, ein Tastenkürzel (Shortcut) festlegen kann. Dazu sucht man sich den genauen  Wortlaut (also mit Pünktchen etc.) des gewünschten Befehls im entsprechenden Menü des Programms. Welches Menü das ist, spielt keine Rolle und muss auch nirgends angegeben werden. In den Systemeinstellungen → Tastatur → Tastaturkurzbefehle in der Kategorie „Programme“ kann man nun einen beliebigen Befehl über das „+“-Symbol hinzufügen. Zuerst das Programm festlegen, danach den genauen Befehl sowie den Shortcut eingeben. Dieser wird sogleich im entsprechenden Menü angezeigt.

Tipp: Wer sich oft in der Benutzerlibrary bewegt kann im Finder für den Befehl „Library“ einen Shortcut festlegen, auch wenn dieser im Menü „Gehe zu“ nicht angezeigt wird.

Zuletzt verwendete Dokumente als Stack im Dock

Es gibt einen schönen Terminal-Befehl, mit dem man zuletzt verwendete Dokumente, Volumes etc. in einem Stack im Dock anzeigen lassen kann (genau das, was auch übers Apfel-Menü zu erreichen ist). Problem dabei ist, die Symbolvorschau sowie Quicklook funktionieren (zumindest unter Mountain Lion) darin nicht und die Icons der Favoriten sind sehr verpixelt.

Lösung: Man bastelt sich seinen eigenen Stack, der die zuletzt verwendeten Dokumente/Filme/Bilder etc. anzeigt.

So geht’s:

  1. Einen neuen intelligenten Ordner an gewünschter Stelle im Finder anlegen (⌥⌘N).
  2. Als Suchkriterien benutzt man das „zuletzt geöffnet“-Datum und die Art „Dokumente“, siehe Bild. Die Kriterien können natürlich nach Wunsch angepasst werden, genau so wie der Zeitraum (hier: 0 Tage, also heute), in dem sie zuletzt benutzt wurden. UPDATE: Mit dem „zuletzt geändert“-Datum als zusätzlichem Kriterium hat es nicht funktioniert, dabei werden nach einem Neustart in dem Ordner zu viele Dateien angezeigt, die man dort nicht haben will, wie z.B. Webpage Previews, daher wurde es wieder entfernt.                                             
  3. Das Ganze speichern und den Ordner ins Dock ziehen (rechts von der Trennlinie). Die Anzeigeoptionen können über einen Rechtsklick auf den Stack noch angepasst werden (Ansicht, Sortierung, Ordner oder Stack):                                                                                                                                                                                                        
  4. Fazit: So hat man seine zuletzt verwendeten Dokumente wie Filme, Bilder oder PDFs schnell griffbereit im Dock, ohne den Weg über das Apfel-Menü gehen zu müssen, das bei einem iMac sehr weit entfernt sein kann. Außerdem funktionieren die Symbolvorschau sowie Quicklook im eigenen Stack problemlos. Wenn man auf die zuletzt benutzen Server und Volumes verzichten kann, ist dies auf jeden Fall die schönere Variante. 🙂

Die alt-Taste unter Mac OS X

Unter Mac OS X gibt es zahlreiche Tipps & Tricks wie man sich das Leben vereinfachen kann. Dazu gehört insbesondere die Benutzung der alt-Taste (auch Options- oder Wahltaste genannt und mit dem Symbol ⌥ versehen). Hier ein paar Tipps, was man alles mit der alt-Taste anstellen kann:

iTunes:

  • ⌥-Taste beim Start gedrückt halten, um eine neue Library anlegen zu können oder eine andere auszuwählen.
  • ⌥-Taste gedrückt halten beim Ziehen der Dateien in iTunes/Importieren bewirkt eine Invertierung der Kopier-Einstellung. D.h. wenn standardmäßig alles in den iTunes-Ordner kopiert wird, wird das beim Halten der ⌥-Taste nicht mehr getan, sondern die Dateien bleiben an Ort und Stelle im Finder (und umgekehrt).

iPhoto:

  • ⌥-Taste beim Start gedrückt halten, um eine neue Library anlegen zu können oder eine andere auszuwählen.

Finder:

  • Beim Drag & Drop einer Datei mit gedrückter ⌥-Taste wird die Datei kopiert statt verschoben, mit ⌘+⌥ wird ein Alias erstellt.
  • Im Menü „Gehe zu“ wird die unter Lion standardmäßig versteckte Benutzer-Library eingeblendet, wenn man die ⌥-Taste gedrückt hält. 

Safari:

  • Ein Klick auf einen Link mit gedrückter ⌥-Taste lädt die verknüpfte Datei direkt runter. Das funktioniert auch im Aktivitäts-Fenster.

Quicklook:

  • Mit der Kombination ⌥+Leertaste wird Quicklook bei einer Datei direkt im Vollbildmodus angezeigt.

Bootvorgang:

  • Die ⌥-Taste beim Bootvorgang gedrückt zu halten, bewirkt, dass alle Bootpartitionen und -medien vor dem Start angezeigt werden.

Resume:

  • Das Verhalten von ⌘+Q wird mit ⌥ invertiert, d.h. je nachdem ob Resume aktiviert ist, werden die Fenster der App nicht wiederhergestellt bzw. eben wiederhergestellt.

Allgemeines:

  • ⌥+ Klick auf einen Bereich außerhalb des aktiven App-Fensters blendet die App aus.
  • ⌘+⌥ + Klick auf das Dock-Icon blendet alle anderen Apps aus.

Außerdem kann man sehen, wie sich die Menü-Einträge eines jeden Programmes verändern, wenn man plötzlich die ⌥-Taste (oder auch andere Sondertasten) gedrückt hält. Das ist z.B. bei folgenden Funktionen der Fall:

Dock-Menü:

  • ⌥-Taste gedrückt halten fügt die Optionen „Sofort beenden“ und „Andere ausblenden“ hinzu. Das Dock-Menü erscheint beim Rechtsklick auf ein entsprechendes Icon.

„Arrange in Front“: 

  • Diese Option erscheint im Menü „Fenster“, wenn man die ⌥-Taste gedrückt halt. Sie ordnet alle Fenster einer App an und bringt sie nach vorne (z.B. in Safari, Xcode, Terminal, Mail, iCal, Adressbuch, iChat).

Die Ordnerstruktur unter Mac OS X

Unter Mac OS X wird eine Pfadangabe einer Datei oder eines Ordners nicht durch „\“ (sprich: Backslash), sondern wie auch unter Linux mit der umgedrehten Version „/“ (Slash) getrennt. Außerdem braucht man keine Laufwerksangaben wie „C:\“. Eine vollständige Pfadangabe könnte daher „/Users/Bob/Dokumente/Rechnung.pdf“ lauten, was einer Datei „Rechnung.pdf“ im Dokumente-Ordner des Benutzers „Bob“ entsprechen würde.
Besondere Ordner unter Mac OS X sind:
„Home“:

  • Pfad: „/Users/Benutzername/
  • Der Finder öffnet sich standardmäßig im Home-Order (auch oft als Benutzerordner oder einfach als Home bezeichnet) des aktiven Benutzers. Den Ordner könnte man übrigens in den Finder-Einstellungen ändern, passt aber ganz gut so. 
  • Als normaler User (kein Admin!) hat man auch nur Rechte Dateien und Ordner in diesem (und natürlich allen Unterordnern davon) anzulegen.
  • Als Abkürzung wird oft die Tilde „~“ verwendet. „~/“ steht daher nicht für die Wurzel „/“, sondern für den Home-Ordner.

„Macintosh HD“:

  • Pfad „/
  • Die Wurzel aller Ordner, darin befinden sich alle Dateien des Systems und der User. Deswegen beginnt auch ein absoluter (=vollständiger) Pfad einer Datei oder eines Ordners immer mit einem „/“. Fehlt dieser, handelt es sich meist um einen relativen Pfad  oder einen Schreibfehler.
  • Der Name „Macintosh HD“ kann natürlich über den Info-Dialog im Finder geändert werden.

„Applications“:

  • Pfad: „/Applications“ („/Programme“)
  • Dort befinden sich die installierten Programme aller Benutzer. 
  • Nur Admins haben Schreibrechte darauf, d.h. können Programme installieren. 
  • Programme, die nur für einen bestimmten User installiert werden sollen, brauchen natürlich 1. keine Admin-Rechte zur Installation und werden 2. in den entsprechenden Benutzerordner unter „Programme“ installiert.

Alle Benutzer:

  • Pfad: „/Users“ („/Benutzer“)
  • Hier befinden sich die Home-Ordner aller Benutzer des Macs. Jeder Benutzer hat standardmäßig nur auf seinen eigenen Ordner Zugriff, selbst Admins haben keinen Zugriff auf andere (= Datenschutz).

Benutzer-Library:

  • Pfad: „/Users/Benutzername/Library
  • Dort befinden sich Daten und Einstellungen von Programmen, die nur für den jeweiligen User gelten.

Globale Library:

  • Pfad: „/Library
  • Nicht zu verwechseln mit der „/Users/Benutzername/Library“. Dort befinden sich Daten von Programmen, die benutzerübergreifend gelten sollen.

System-Library:

  • Pfad: „/System/Library
  • Dort befinden sich wichtige Systemdateien. Für Neulinge gilt meist: Finger weg!

Zum Verändern der globalen Library oder der System-Library werden sogenannte „Root-Rechte“ benötigt. Selbst ein Admin-Account darf darin nichts einfach verändern, er muss sich als Root authentifizieren, d.h. Admin ist nicht gleich Root. Das hindert einen daran, dass man sich nicht einfach das System unter der Nase weglöscht.